Temperaturen (Olching) im 5 - Jahrestrend
Lieber das große Ganze (Deutschland) als Statistik …? Hier ist der coole passende Link:
2020 2019 2018 2017 2016 2020 2019 2018 2017 2016 2020 2019 2018 2017 2016 Monat Jan (3,8) (8,2) (1,9) (15,9) (8,6) 13,8 8 14 7 15 2,7 0 5 (4) 2 Feb (4,5) (4,7) (14,0) (3,9) (2,9) 16,4 20 8 20 19 5,8 4 (1) 4 5 Mrz (4,1) (2,2) (11,2) (2,0) (3,1) 20,2 20 16 23 21 6,1 7 4 8 5 Apr (4,1) 1,6 1,0 (1,9) (0,5) 26,7 28 30 25 24 12,3 11 15 9 10 Mai 2,8 1,1 8,8 2,9 3,8 27,4 25 31 32 30 13,6 12 17 16 14 Jun 8,9 9,8 8,0 6,4 9,7 30,8 36 30 35 33 17,3 21 19 21 18 Jul 10,1 10,1 10,2 11,1 9,6 33,0 37 34 35 34 20,2 21 21 20 20 Aug 9,9 10,0 7,5 9,0 10,6 35,1 34 35 35 32 20,2 20 22 20 19 Sep 4,7 3,0 2,0 4,9 5,6 29,3 28 31 23 30 15,9 15 16 13 17 Okt 0,7 3,2 0,1 (0,1) 1,0 20,4 24 25 24 23 10,0 11 11 11 9 Nov (4,2) (1,1) (2,8) (0,8) (6,1) 20,5 17 18 17 17 5,7 5 5 5 5 Dez (5,6) (5,2) (4,9) (4,9) (5,1) 13,1 14 14 13 12 2,0 3 4 2 1 Min Max Mittelwert
PANORAMA (SZ) Donnerstag, 31. Dezember 2020 Wetter-Bilanz 2020Z Das Jahr 2020 ist vorläufigen Ergebnissen zufolge in Deutschland das zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Das geht aus der am Mittwoch in Offenbach veröffentlichten Bilanz des Deutschen Wetterdiensts (DWD) hervor. Die Durchschnittstemperatur betrug demnach 10,4 Grad. Damit liegt es auf Platz zwei hinter dem Rekordjahr 2018, als die mittlere Temperatur 10,5 Grad betrug. Auf den folgenden Plätzen liegen mit knappem Abstand 2019 und 2014 mit jeweils 10,3 Grad. Es handelt sich um das zehnte Jahr in Folge, in dem die Durchschnittstemperatur das vieljährige Mittel übertraf. Vor allem im Frühjahr blieben Niederschläge aus und sorgten regional für staubtrockene Böden bis in den Sommer hinein. Zwischen März und Mai fiel im deutschlandweiten Schnitt nur etwa die Hälfte der üblichen Regenmenge. Besonders der Westen und Osten Deutschlands litten unter Trockenheit. Auch Waldbrände gehörten zu den Folgen.Bereits den vergangenen Winter stufte der DWD als "extrem mild" und als zweitwärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 ein - von Eis und Schnee gab es vielerorts in Deutschland keine Spur. Das Frühjahr war sehr sonnig und ebenfalls zu warm, vor allem der April. Vor allem der August war heiß und trocken. Der Sommer war wechselhaft, übertraf aber dennoch die Temperaturwerte des vieljährigen Mittels. Das Niederschlagssoll wurde fast erreicht, der Regen war jedoch regional sehr ungleich verteilt. Heiß war es vor allem im August, die Trockenheit erreichte hier ihren Höhepunkt. Starkregen verursachte Überflutungen, weil der ausgedörrte Boden die Wassermassen kaum aufnehmen konnte. Der Herbst war nach der Bilanz des DWD der viertwärmste überhaupt, zudem war es zu trocken. Viel Sonne machte auch den November zu einem zu warmen Monat, es regnete zu wenig.Auch weltweit war das Jahr nach bisherigen Messdaten deutlich zu warm, auch wenn die finale Auswertung noch aussteht. Eine aktuelle Abschätzung veröffentlichte kürzlich der US-Klimaforscher Zeke Hausfather vom Breakthrough Institute auf Twitter: Demnach hat 2020 in den von der Nasa erhobenen Daten gute Chancen, einen neuen Temperaturrekord zu setzen, während es bei den anderen Datensätzen etwa von der US-Wetterbehörde Noaa oder dem EU-Klimadienst Copernicus eher nach einem zweiten Platz knapp hinter dem weltweiten Rekordjahr 2016 aussieht. Dass das Jahr aber auch nur in die Nähe von 2016 kommt, das rund 1,1 Grad über der Temperatur der vorindustriellen Zeit lag, ist bemerkenswert. Denn 2016 war von einem extremen Exemplar des Klimaphänomens El Niño geprägt, das vor allem das Wasser an der Oberfläche des Ostpazifiks stark aufheizt und die globale Temperatur um ein bis zwei Zehntelgrade nach oben treiben kann. 2020 jedoch war zunächst neutral, seit dem Herbst herrscht das Gegenstück zu einem El Niño vor, La Niña genannt, das eigentlich kühlend wirkt. Dass unter diesen Umständen dennoch nahezu die Rekordtemperaturen von 2016 erreicht wurden, zeigt, wie schnell der Klimawandel fortschreitet und lässt nichts Gutes für das nächste Jahr mit einem starken El Niño ahnen.